eine kleine
Geschichte
Vor einer Weile stand ich einmal mehr, wie man so schön auf Schweizerdeutsch sagt, «am Haag a» oder auf Hochdeutsch: wie ein Ochs am Berg und fragte mich, was das jetzt wieder soll. Ich kam einmal mehr nicht weiter in meinem Leben, obwohl ich mich seit Jahren mit meinem Wachstum und der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigte und alles in mich einsog, was dieser Markt so hergab.
Vor ein paar Jahren entdeckte ich, dass ich mediale Begabungen habe und auch als Kanal mit Energiearbeit wunderbare Ergebnisse bewirken kann. Aber trotzdem lief wieder irgendetwas nicht so, wie ich es mir wünschte. Also entschied ich mich, eine Sitzung mit mir selber zu machen, und fragte meine Seele, was das eigentlich soll, dass immer wieder etwas in meinem Leben auftaucht, das mich ausbremst oder nicht so passiert, wie ich es mir wünsche. Ich konnte mir zwar logisch erklären, woran es lag, aber irgendwie spürte ich, dass da noch mehr war. Zudem wollte ich wissen, warum meine Seele sich entschieden hat, als diese Margaretha auf der Erde zu inkarnieren.
Meine Seele gab mir unter anderem eine klare Antwort darauf, was sie hier auf der Erde wollte:
Unvollkommenheit erleben.
Ach sooooooo…
Naja, ich war erstmals sprachlos. Dann wurde mir bewusst, dass plötzlich alles Sinn machte.
Ich konnte auf ein absolut unvollkommenes und unperfektes Leben zurückblicken – auf jeder Ebene. Die Familie, die Kindheit, die Schulzeit, die Teenagerzeit, das Erwachsenenleben, das Arbeitsleben mit den vielen Aus- und Weiterbildungen, die ich nur teilweise abschloss, meine Beziehungen, die Versuche, das Leben zu geniessen und so weiter…
Ja, so war es: ein Leben voller Unvollkommenheit.
Ich realisierte, dass eine vollkommene Seele ein vollkommenes Leben vermutlich als langweilig empfindet. Wie sollte sie sonst all die intensiven Gefühle, Emotionen und Erfahrungen erleben können, die gerade ein unvollkommenes Leben mit sich bringt?
Mit diesem Verständnis sah ich plötzlich vieles nicht mehr so dramatisch. Meine Sicht auf mein Leben veränderte sich grundlegend.
Ich bemerkte, dass Unvollkommenheit sogar ein Segen sein kann. Aus all den Dramen, Umständen, Zurückweisungen, Verlusten und Lebensgeschichten konnte ich so viel lernen, erkennen, überwinden und herausfinden wer ich wirklich bin. Rückblickend kann ich heute sogar über einiges lachen. Es kommt tatsächlich nur auf die Betrachtungsweise an.
Die Unvollkommenheit habe ich akzeptiert. Und genau das brachte Veränderung in mein Leben. Heute sehe ich es gar nicht mehr als so unvollkommen. Ich kann dem Spiel des Lebens ganz entspannt zusehen und muss nicht mehr alles so ernst nehmen.
Ich fragte meine Seele:
«Und jetzt?»
Die Antwort war:
«Jetzt geniessen wir das Leben : )»
Natürlich habe ich weiterhin viel zu erfahren, zu lernen und zu erleben. Doch je mehr ich verstand, dass alles Energie ist, alles schwingt und alles miteinander verbunden ist, desto mehr öffneten sich neue Erkenntnisse und Aha-Momente. Ich entdeckte, dass, wenn ich ganz still werde und auf meine Seele höre oder besser gesagt erkenne, dass ich die Seele bin und Körper und Geist meine Werkzeuge sind und bereits alle Antworten in uns angelegt sind. Man muss nur bereit sein, wirklich hinzuhören.